Tempel- die übernatürliche Architektur der natürlichen Versorgung

Juli 5, 2010

Viele von uns Christen (Tempel des Geistes Gottes) sind verwaiste, missbrauchte und hässliche Baustellen. Und ich rede hier nicht von leiblichen Dingen.

18 Nun aber achtet doch darauf, wie es euch ergehen wird von diesem Tag an und fernerhin…, nämlich von dem Tag an, da der Tempel des Herrn gegründet ist! Achtet darauf, 19 ob noch der Same in der Scheune dahinschwindet und ob Weinstock, Feigenbaum, Granatbaum und Ölbaum noch nicht tragen! Von diesem Tage an will ich Segen geben. (Hag 2,18f)

Trockenheit, Dürre, Misserfolg und Fehlernte (Hag 1,10-11) sind die Folge von einer Sache: Weil mein Haus so wüst dasteht und ein jeder nur eilt, für sein Haus zu sorgen (Hag 1,9c).

Im Licht des Neuen Testaments wäre doch die Schlussfolgerung: Ich als Christ, und die Gemeinde als Sammlung der Christen ist der Tempel Gottes, demnach muss diese aufgebaut werden, damit es den Christen (Individuen+ Gemeinde) gut geht. Der Egoismus des Neuen Testaments beschränkt sich nicht darauf, dass man seinen 10ten nicht gibt, oder keine Spenden gibt, sondern das eigentliche Ausmaß des heutigen Egoismus ist, wenn ich nicht von meinen geistlichen Gaben weitergebe, eben die Dinge, die Gott mir gegeben hat, zur Auferbauung des Tempels, der nicht mit Händen gemacht ist.

Der Tempel aus Stein im AT wird im NT durch Christus mit Gläubigen ersetzt (1.Kor 3,16)

Was denn ist das NT- Aquivalent zum AT-Tempelbau aus Holz und Stein und schierer Kraft? Ich denke wir finden es in: 1. Kor 3,16; 6,19-20; und vor allem 1. Kor 14,3+26: 3 Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung. 26 Wie ist es denn nun, liebe Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung!

Im NT sowie im AT (Septuaginta) wird für bauen das Verb οἰκοδομή gebraucht. Perfekt! So wahnsinnig viel Bedeutung möchte ich nicht in den kongruenten Wortgebrauch legen, jedoch passt das für mich als Zimmermann sehr.

Bauen ist bauen. Ob du Steine nimmst, Stahl und Glas, oder Holz. Who cares?! Für mich ist das ein ganz fetter Zusammenhang. Ich glaube Paulus hatte Haggai und ähnliche Stellen im Kopf als er in 1. Kor sagt, dass wir Gläubige Tempel des Heiligen Geistes sind und danach im Zusammenhang mit den Geistesgaben von “Erbauung” redet.

Wenn das Haus Gottes nicht gebaut wird, dann herrscht die Hungersnot. Armut. Mein Job wirft kein Geld ab. Das was ich kaufe geht kaputt. Die Ruhe meines Herzens wird gefressen. Zeit wird geklaut. Meine Einkäufe verrotten und am Ende des Geldes ist noch viel zu viel Monat übrig.

Die Aussage in Haggai hat heute Gültigkeit, wenn wir die NT Baustoffe nehmen:

Prophetische Rede, Psalmen (Lobpreis, Klagelieder, Bekenntnislieder, Messianische Psalmen, Schöpfungspsalmen, Dankeslieder,…), Lehre, Offenbarung, Zungenrede, Auslegung und ich möchte dazu nehmen: Krankenheilung, Weisheit und Erkenntnis, Wundertaten, Geisterunterscheidung, Glaube.

Wenn ich jetzt die Aufforderung aus Haggai auf mich persönlich anwende, dann ist es egoistisch diese Gaben, die der Heilige Geist mir gegeben hat zurück zu halten. Mögen die Gründe noch so theologisch sein. Wenn ich nunmahl Bauer, oder Goldschmied, oder sogar Stadthalter oder Buchhalter bin, dann bin ich nicht der formidable Maurer, Steinmetz oder Zimmerer. „Und der Herr erweckte den Geist Serubbabels,…und den Geist aller Übrigen vom Volk, dass sie kamen und arbeiteten am Hause des Herrn Zebaoth, ihres Gottes.“ (Hag 1,14). Und jetzt erzähl mir noch mal einer er habe eine gute Entschuldigung sich ein Ding aus der NT-Gabenliste herauszugreifen und alles andere als „nicht aktuell“ abzutun, oder zu sagen: Evangelisation oder Dienen ist nicht meine Gabe. BAU DAS HAUS DES HERRN! Und ich schreibe für mich: Mach dein Herz nicht zu, lass es erwecken, nimm es aus dem Eisfach der Unvergebenheit und dem Keller der Angst!

1. Ich bin der Tempel des Geistes Gottes. 2. Donna ist Tempel des Geistes. 3. Die Christen sind Tempel des Geistes Gottes. 4. Die Ortsgemeinde ist Tempel Gottes. Den Tempel zu bauen bedeutet diese Menschen aufzubauen mit den mir gegebenen geistlichen Gaben. So auch mich, z.B. mit Sprachengebet. Dann aber Donna mit Eindrücken, oder prophetischen Worten, mit Erkenntnis und Liebe, mit BibleStudy, dem Wort allgemein, mit praktischen Diensten.

Mein Herz kann bei diesem Bauen faulig sein, wenn ich es als Vision habe, dass dieses bauen eine unausweichliche Verbindlichkeit ist (Hag 2,14). Die Motivation muss mein erwecktes Herz zum Bauen durch den Geist Gottes sein(Hag 1,14). Der Tempel soll nicht Pflicht, sondern Kür meines Lebens sein. Nicht die Einhaltung der Gesetze, oder der Erkenntnis, sondern das hosting seiner Gegenwart in mir, in meiner Frau und in anderen. Wenn also nach Haggai, der Tempel von Donna gut gegründet ist (meiner auch) und wir in einander „bauen-mäßig“ investieren, und wir zusammen in andere Tempel investieren, dann wird unser Kühlschrank länger voll sein, die Getränke länger halten, Gewürze+ Kochutensilien (Oliveoil and Tomatoes = Best friends) mehr hergeben, und jegliches Essen besser nähren und zufrieden stellen, …, alltägliche Entspannung fruchtbarer sein, unsere Technik blühen und nicht lahmen, und die Arbeit unserer Hände wird blühen und gedeihen und Frucht bringen ganz nach dem Segen Gottes (vgl. Hag 2,18-19). Herrlichkeit und Frieden werden in unserem Tempel sein und zusätzlich dort, wo wir sind (2,9).

Also, lasst uns diesen Tempel bauen und die neutestamentlichen Baumaterialien benutzen!

Meine Ohren sind wieder neu offen für die übernatürlichen Gaben des Geistes Gottes und mein ganzer Leib ist wieder neu bereit diese Gaben nicht zu bunkern, sondern damit Tempel zu bauen.

Eine Antwort zu “Tempel- die übernatürliche Architektur der natürlichen Versorgung”

  1. Donna sagte

    Hey so müssen wir es machen. Wenn wir unseren Fokus auf Jesus halten, müssen sich die Dinge in unserem Leben in sein Bild verwandeln von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Das Haus des Herrn zu bauen ist dann nicht nur unser Segen, sondern alles um was sich das Leben dreht und alles, was nur jemals glücklich macht, oder? :-)
    Lass uns da zusammen eintauchen mehr und mehr und uns noch nicht einmal von Entmutigungen und Frustrationen abschrecken lassen. Um sonst HABEN wir es BEKOMMEN, umsonst geben wir es auch!
    Love you, Babe,
    Donna

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