Überforderung
Dezember 13, 2008
Gott sei Dank gibt es Freunde! Ich habe vor ein paar Tagen realisiert, am Telefon mit dem Flo, dass ich mich selbst überfordere. Und als Folge dessen, gar nicht mehr arbeite. Der Grund dazu ist eigentlich, dass ich meinen eigenen Standard so hoch angesetzt habe, unterbewusst, dass ich ihn nicht erreichen konnte und deshalb jeden Versuch aufgegeben habe. Was ich dann noch gearbeitet habe, habe ich aus Arbeitsroutine getan.
Als mir aber aufgefallen ist, dass ich mich selbst behindere, ist mir Josua und Kaleb eingefallen.
In 4. Mose 14, 6-9 ist genau so eine Situation, wie ich sie brauchen kann. Die Kundschafter vom Volk Israel sind gerade zurück gekommen und erzählen dem Volk, was sie in dem ‘verheißenen’ Land gesehen haben. Eigentlich war der Plan das Land einzunehmen. Das will ich mal mit meiner Aufgabe einen Essay zu schreiben vergleichen. Jetzt kommen die Kundschafter zurück und erzählen von allem, was sie gesehen haben. Sie tun das in einer Art und Weise, so dass sich das Volk fürchtet und das Land nicht mehr einnehmen will. Sozusagen meine Arbeitsverweigerung aufgrund von zu hoher Erwartung/ Widerstand, für den man keinen Glauben hat ihn zu überwinden oder das Ziel erreichen zu können. Jetzt gibt es dafür glaube ich zwei Reaktionen. Entweder ich muss meinen Glauben hochschrauben, oder ich muss das Hindernis/Erwartung kleiner machen. Josua und Kaleb packen die Sache aber noch mal anders an, aber eher auf der Glauben- enhancer Seite.
- a) Sie zerreißen ihre Kleider, also sie realisieren voll die Schwere des Problems der Arbeitsverweigerung.
- b) machen sie dem Volk ganz klar, das Land/Ziel/Essay ist gut! Es ist nicht schlecht! Es ist es wert, dass man dafür alles einsetzt. Es ist gut das erreichen zu wollen. Diese Klarstellung geht auch der Entwicklung zu hoher Erwartungen voraus. Aber ohne diese Klarstellung wäre das Ziel doch nicht begehrenswert. John Eldridge sagt, dass Männer versessen sind das Gute und Schöne kräftig zu suchen. Ja, so bin ich auch, und wenn ich es nicht haben kann, dass suche ich was anderes. Wenn ich aber jetzt Schritt für Schritt Josua und Kaleb folge, wie sie umgehen mit der Überforderung der Israeliten, dann muss ich stehen bleiben, an dem Punkt: Das Land ist gut! Meaning: Den Essay zu schreiben das ist gut! Wie weiter?
- c) Wenn der Herr uns gnädig ist,… sind die Worte, die sofort darauf folgen. Es ist nicht: wenn wir uns anstrengen…. auch nicht: wenn man sich Zeit lässt,… auch nicht: wenn man nicht gleich alles erwartet,…oder seine Erwartungen nicht so hoch setzt, sondern es ist: wenn der Herr uns gnädig ist.
- d) so wird er uns in dies Land bringen und es uns geben. Gott ist der Besitzer alles Wissens und aller Essays. Er ist der führt, nicht der, der die Tastatur bedient, sondern, wenn ich mit ihm gehe und die Aufgaben versuche zu erledigen, dann werde ich Ägypten hinter mir lassen und einen Essay geschrieben haben. Will ich mich führen lassen? JA!
- e) und was für einen Essay: einen der meinen Wunschvorstellungen entspricht, die durch seine Verheißung entstanden sind. Es ist kein Essay voll Fleischtötpfen, Frauen und Pferden, sondern fließend Milch und Honig.
- f) Wir wollen sie wie Brot auffressen, deswegen denke nicht, dass du den Weg alleine gehen kannst. Hab keine Angst vor dem Essay, du weißt wer hinter dir steht. Wenn ich King Arthur der Boxer wäre, dann hätte ich Angst vor dem nächsten Kieferbruch, aber wenn ich einen guten Trainer habe, dann wird der mich nach dem Gong wieder fit machen. Don’t try to be a Boxer withough a Coach. Der Essay ist schwer, aber seine Geheimwaffe, die hohen Erwartungen, werden von mir durch Gottes Führung enttarnt und deshalb der Essay besiegt, denn der Herr ist mit mir.
Fazit: Erwartungen brauchen nicht runter geschraubt zu werden, denn der Weg zum vollendeten Essay wird angebunden an Gott zurück gelegt. Jede Etappe, jeder Tag, wird im Gebet, im Heiligen Geist zurück gelegt. Da der Glaube durch die Predigt kommt und die Predigt auf dem Verständnis des Wortes Gottes basiert und dazu führt ist das Wort Gottes dafür verantwortlich, dass mein Glaube hochgeschraubt wird. Da erschien die Herrlichkeit des Herrn. Vater, lass mich sehen! – Das ist mein Entschluss. Punkt.